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"Wienux" überzeugte die Zuhörer

Auf der Heise-Konferenz "Open Source Meets Business" übergab die Linux Solutions Group e.V. (LiSoG) Preisgelder an die drei besten Vorträge über Open Source im Praxiseinsatz. Unter 66 Vorträgen wählten die Konferenzteilnehmer die Stadt Wien auf den ersten Platz für den besten Referenzvortrag. Der zweite Preis ging an die Polizei Niedersachsen für einen Erfahrungsbericht zu dem Projekt "Nivadis". Drittplatzierter war das Unternehmen KDVZ Citkomm aus Iserlohn mit seinem Vortrag über Open Source-Software bei kommunalen Rechenzentren.

Als bester Referenzvortrag überreichte Dr. Karl-Heinz Strassemeyer, Vorstandsvorsitzender der LiSoG, Peter Pfläging als Referent für die Stadt Wien den von der LiSoG mit 3.000,- € dotierten 1. Preis. Die Stadt Wien beschäftigt sich bereits seit 1989 mit dem Einsatz von Open Source-Software und setzt diese seit 2005 erfolgreich an den PC-Arbeitsplätzen ein. Der Vortrag spannte einen Bogen über den Server-Einsatz von Redhat Enterprise Linux hin zu einem Debian basierten "Wienux" auf den Arbeitsplatzsystemen und bot den Teilnehmern einen interessanten Einblick in den Einsatz von Open Source Software bei der Verwaltung der österreichischen Hauptstadt.

1. LiSoG-Preisträger Heise-Kongress 2006

Für den Erfahrungsbericht von Frank Puschin über das bislang größte deutsche Linux-Projekt wurde die Polizei Niedersachsen mit dem zweiten Platz prämiert. In der aus etwa 11.500 PCs und 100 Servern bestehenden Infrastruktur der Polizei Niedersachsen wird Open Source-Software wie Open Office, Evolution und Mozilla auf dem Desktop sowie Kerberos und OpenAFS eingesetzt.

Den dritten Preis erhielt das Unternehmen KDVZ Citkomm aus Iserlohn. In dem Vortrag des Dienstleistungsunternehmens, das bundesweit für den öffentlichen Sektor tätig ist, legte Dr. Michael Neubauer dar, wie sich Kommunal-Rechenzentren durch den Einsatz von Linux aus der Abhängigkeit von Beratern und Systemlieferanten lösen können.

1. LiSoG-Preisträger Heise-Kongress 2006

„Die Diskussionsbeiträge haben dafür gesorgt, dass in gebotener Tiefe ausgeleuchtet wurde, warum Open Source-Software als zunehmend wichtige Grundlage einer wertorientierten Informationsverarbeitung in Unternehmen und Behörden wahrgenommen wird“, bilanziert Heinrich Seeger, Chefredakteur bei Heise die Konferenz in Nürnberg. Die Konferenzteilnehmer haben darüber hinaus die Möglichkeit, die in Nürnberg begonnenen Diskussionen unter www.heiseopen.de weiterzuführen.

Die Gewinner der LiSoG-Preisverleihung, die am Ende der dreitägigen Heise-Konferenz von den Teilnehmern bewertet wurden, erhielten insgesamt Preisgelder in Höhe von 6.000,- €. Durch die Bewertung der Referentenvorträge hätten die Teilnehmer einen konstruktiven Orientierungsrahmen für die Qualität und die Themenauswahl künftiger Veranstaltungen geschaffen, schreibt Heise. Für die kommenden Veranstaltungen bedeutet dies sicher weitere spannende Vorträge aus der Open Source-Praxis.

Bildquelle: Heise Zeitschriften Verlag


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