Wie geht das mit der Synchronisierung? - Positive Resonanz auf Mobile Solutions Veranstaltung
Am 25. September 2008 stellten im Rahmen der LiSoG-Reihe "Members & Products" drei Referenten ihre Funambol-Lösung zum Thema "Mobile Solutions mit Open Source Software" vor. Auf Einladung der Stuttgarter Lebensversicherung fand LiSoG>>Members&Products der Topalis AG in Stuttgart statt. Die unternehmensinterne Synchronisierung von PIM-Daten erfolgt zwischen kleinen technischen Gedächtnisstützen wie beispielsweise Smartphones oder verwandten Geräten und den internen Personal Information Managern. In der Veranstaltung wurden die vorgestellten Best Practises mit großem Interesse aufgenommen.
Einsatz von SyncML mit Lotus Notes bei der Stuttgarter Lebensversicherung
Karl-Eugen Binder, Stuttgarter VersicherungIm Bereich Versicherungen in Kombination mit mehreren hundert Mitarbeitern bietet sich eine Synchronisierung der internen IT-Infrastruktur mit dem mobilen Teil der IT-Infrastruktur gerade zu an. Karl-Eugen Binder stellte zunächst die interne IT-Infrastruktur deer Stuttgarter Versicherung vor und erläuterte im Detail den Ablauf der Datensynchronisierung mit SyncML und Lotus Notes.
Bereits 2003 stellte das Unternehmen circa 80 Server sowie 890 Workstations und Notebooks auf Linux um. Vorhandene Heimarbeitsplätze und Notebooks sind bereits über ein VPN an das interne Netz angebunden.
Die Anwender benötigen beim verwendeten Smartphone die Funktionen Internet, E-Mail, Adressbuch und Kalender. Die EDV hat jedoch die drei Parameter Kosten, Sicherheit und Verfügbarkeit zu wahren. Zum Einsatz kommt der Data Synchronisation Server von Funambol, der mit JBoss betrieben wird. Die Synchronisierung erfolgt SSL-verschlüsselt. Ein Replikat des Lotus Notes-Server befindet sich in der DMZ. Auf ihm liegen nur die benötigten und aktuellen Daten, so dass beispielsweise keine vergangenen Termine auf die mobilen Geräte synchronisiert werden. Als nicht trivial stellte sich im Setup die Feldzuordnung zwischen Lotus Notes und Funambol dar. Die Dokumentation dazu könnte besser sein, so Karl-Eugen Binder. Als nächstes sei das Device Management über Funambol geplant. Über diesen Weg müssen die Geräte nicht mehr manuell konfiguriert werden, sondern können zentral über den Server administriert werden.
PDA-Synchronisation über SyncML mit Open-Xchange
Horst Bräuner, Stadtverwaltung Schwäbisch HallDie Stadt Schwäbisch Hall kennt sich aus mit Open Source: Im Einsatz sind eine Open Source basierte Thin-Client-Lösung in 16 Kindergärten, das Ratsinformationssystem zur Verwaltung von Sitzungen und eine Inventarverwaltung.
Im Bereich Groupware benutzt Schwäbisch Hall OpenExchange 5 mit den grundsätzlichen Funktionen Kalender, E-Mail, Aufgaben und Kontakten. Die Verbindung zwischen "innen" und "außen" zur Synchronisation läuft über den Funambol-Server in der DMZ. Das Setup ähnelt jenem der Stuttgarter Versicherung. Sicherheitszertifikate für die SSL-Verbindung sorgen für eine gesicherte und authentisierte Verbindung zwischen Gerät und Server. Durch den Funambol-Client und -Connector sind verschiedene Kombinationen von mobilen Endgeräten und "Groupware"-Servern möglich. Funambol dient als Synchronisationsschicht und stellt den Geräten eine einheitliche SyncML-Schnittstelle zur Verfügung.
Architektur und Möglichkeiten mit Funambol
Achim Derigs, Topalis AGDie Systemarchitektur im Detail und die vielfältigen weiteren Möglichkeiten, die mit Funambol zur Verfügung stehen, erläuterte Achim Derigs von der Topalis AG. Teil der Vortrags waren ebenso Aspekte wie die SyncML Datensynchronisierung im Detail, der E-Mail Synchronisierungsprozeß, Komponentenintegration und das SyncML Device Management. Der Funambol-Server besteht aus den Komponenten E-Mail-Connector, PIM-Connector, Datensynchronisationsserver und einem Portal. Listener für Posteingang und PIM-Daten sorgen mit Hilfe eines Push-Servers dafür, dass die Daten nach der Änderung auf den Geräten aktualisiert vorliegen. Der Synchronisationsprozess ermöglicht die Integration von Automatismen zur Modifikation/Erweiterung der zu synchronisierenden Daten. Dem Entwickler wird damit ein mächtiges Werkzeug in die Hand gegeben, in den Synchronisationsprozess einzugreifen.
Fazit
Alle Vorträge zeigten neben der generellen Realisierung auch mögliche Hürden und Stolpersteine auf, die einem Unternehmen beim Einsatz von Datensynchronisierung mit kleinen mobilen Endgeräten im Weg liegen können. Die individuellen Lösungen dazu wurden ausführlich präsentiert und gaben somit wertvolle Anreize für interessierte Zuhörer, wie diese am besten zu beseitigen sind. Viele gezielte Fragen konnten beantwortet und in der anschließenden entstandenen Gesprächsrunde im Get Together weiter erörtert werden.
Präsentation des OpenMapi-Projekts
Thomas Uhl, Topalis AGAls Bonustrack zur Veranstaltung präsentierte Thomas Uhl von der Topalis AG das OpenMapi-Projekt der LiSoG-Mitglieder Topalis, Wilken, VIPcom und der Firma Zarafa. OpenMapi ist ein plattformübergreifendes, quelloffenes API, das die Funktionen von Microsofts MAPI-Protokoll implementiert.
Das Projekt möchte Bibliotheken in den Programmiersprachen C#, Java, PHP und Python bereitstellen und somit die Verbindung zu verschiedenen Groupware-Servern ermöglichen. Zusätzlich soll ein Proxy-Server entwickelt werden, welcher spezielle Features wie Logs und Lastverteilung beinhaltet. Verwendet ein Server OpenMapi verwenden, kann dieser von IMAP-, POP3- und mobilen Clients verwendet werden. Das Projekt steht unter GNU LGPL 2.1 und GNU GPL 2.
Folien der Vorträge
Die Folien der Vorträge können die Teilnehmer der Veranstaltung und LiSoG-Mitglieder bei der LiSoG-Geschäftsstelle anfordern.