LiSoG>>Hands On Workshop erhält durchweg positives Feedback
Virtualisierung, Hochverfügbarkeit und Clustering waren die Themen des Workshops, den Red Hat Solutions Architect Jan Wildeboer am 19. September für ein fast 20-köpfiges Publikum hielt. Teilnehmer aus IT-Anwender- und Anbieterunternehmen sowie von öffentlichen Einrichtungen waren in die Veranstaltungsräume der MFG Baden-Würrtemberg nach Stuttgart gekommen, um ihr technisches Wissen in diesen Gebieten auszubauen.
Nach einer allgemeinen Fragerunde, in der die Interessen und Schwerpunkte der Teilnehmer geklärt wurden, stieg Jan Wildeboer direkt in das Thema Virtualisierung ein. Auf einem virtualisierten System können auf einem realen Rechner mehrere Gast-Systeme mit vollem Funktionsumfang installiert werden und parallel laufen. Die volle Virtualisierung, also die Installation unmodifizierter Gast-Systeme auf einem Host, ist auf x86-Systemen quasi nicht möglich. Stattdessen wird häufig Paravirtualisierung angewandt, die Installation modifizierter Systeme auf einem Host. Diese verwenden eine zusätzliche Verwaltungsschicht, um auf gemeinsame Ressourcen - die Hardware - zuzugreifen.
Als Beispiel für Paravirtualisierung ging Jan Wildeboer insbesondere auf XEN ein, das an der Universität Cambridge entwickelt wird. Er zeigte die Installation und die Migration eines Gast-Systems von einem auf einen anderen Rechner im laufenden Betrieb. Hierfür verwendete er das Webinterface des Red Hat Enterprise Servers, zeigte aber gleichzeitig auch, wie dieselben Aktionen über die Konsole möglich sind.
Nach einer Mittagspause wurden die Themen Hochverfügbarkeit und Clustering behandelt. Durch Hochverfügbarkeitscluster können Ausfälle beispielsweise in Rechenzentren vermieden werden. Tritt in einem Clusterknoten ein Fehler auf, können dessen Dienste im laufenden Betrieb auf einen anderen Knoten migriert werden. Cluster können zur gleichmäßigen Verteilung der Last zwischen mehreren Maschinen eingesetzt werden. Auch hier wurde die Theorie durch praktische Anwendung veranschaulicht.
Trotz der komplexen Materie führte Jan Wildeboer anschaulich und mit vielen Beispielen aus der praktischen Anwendung durch den Workshop. Nach über 7 Stunden waren am späten Nachmittag die meisten Fragen beantwortet. Die Teilnehmer, die teilweise eine weite Anreise in Kauf genommen hatten, zeigten sich durchweg sehr zufrieden von der umfangreich behandelten Materie und dem abwechslungsreichen Ablauf des Workshops.