Evaluationshilfe mit Fragenkatalogen zu Incident- und Problem Management veröffentlicht
13. Dezember 2007: Die Linux Solutions Group e.V. veröffentlicht Fragenkataloge zu Incident- und Problem Management als Evaluationshilfe für Software-Lösungen im Bereich des IT-Service-Management nach der IT Infrastructure Library (ITIL).
Mit einer Evaluationshilfe in Form von Fragenkatalogen für Incident- und Problem Management (PDF) schließt die LiSoG ihre Task Force OpenITIL ab. Mit ca. 100 Fragen auf der Grundlage der IT Infrastructure Library (ITIL) können Anwender und Berater Software-Lösungen für die ITIL-Prozesse Incident- und Problem Management evaluieren. Die Fragen erlauben eine Einstufung prozessrelevanter Funktionen in "Voll", "Weitgehend", "Teilweise" und "Nicht zutreffend" unterstützt in Anlehung an ISO/IEC 15505.
Das Dokument zeigt die Problematik einer Einführung von IT-Service-Management nach der IT Infrastructure Library in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Haupthinderungsgrund sind die hohen Kosten, die Projektdauer von meist mehr als 12 Monaten und die Bindung von wertvollen Ressourcen. Zertifizierungen für Software-Lösungen zur Unterstützung von ITIL-Prozessen leisten ihren eigenen Beitrag im Ökosystem. OpenITIL weist auf diese Problematik hin und gibt mit den vorliegenden Fragenkatalogen zu Incident- und Problem Management ein Werkzeug zur Evaluation von Software-Lösungen für diese Bereiche in die Hand. Die Kataloge eignen sich sowohl für kommerzielle als auch für Open Source Lösungen. Der Überblick über existierende Tools zeigt zum Einen eine Anzahl von 12 Open Source Lösungen und zum Anderen, dass fünf Projekte die Entwicklung eingestellt haben. Die Vorteile von IT-Service Management sind gegeben, doch muss es auch für kleine und mittelständische Unternehmen bezahlbar sein, damit auch sie von den Vorteilen und Möglichkeiten profitieren können.
LiSoG-Mitglieder können die Fragenkataloge in der editierbaren OpenDocument-Version bei der LiSoG-Geschäftsstelle anfordern. Das PDF steht unter Creative Commons "Namensnennung - Keine Bearbeitung 2.0 Deutschland" (CC-BY-ND) zum Download bereit.