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Workshop: Configuration Management sammelt Anforderungen

Die Erwartungen der Teilnehmer zum LiSoG>>Workshop: Configuration Management wurden insgesamt übertroffen. Es wurden unterschiedliche Ansätze aufgezeigt und der Erfahrungsaustausch wurde von den Teilnehmern als sehr gut und äußerst hilfreich empfunden. In einer Gruppenarbeit trugen die Teilnehmer Anforderungen in sechs vorher bestimmten Themenblöcken zusammen. Der Schwerpunkt lag auf der Technologie und weniger auf konkreten Produkten.

Die LiSoG lud am 13. September 2007 in das Haus der Wirtschaft in Stuttgart zum LiSoG>>Workshop: Configuration Management ein. Gekommen sind Vertreter von Rechenzentren, IT Hosting Providern, Banken, IT Dienstleistern und Software-Herstellern. Die Erwartungshaltung ergab ein Interesse an den Erfahrungen zu Configuration Management der anderen Teilnehmer und daran, wie Configuration Management aus ITIL- als auch aus operativer Sicht zu betrachten ist. Die anfängliche Begriffsdiskussion sieht hinter Configuration Management eine Bündelung von Informationen und die Darstellung der Abhängigkeiten von Konfigurationen untereinander. Grundlage ist technisch gesehen eine zentrale Datenbank, die alle relevanten Informationen sammelt, über Planstände Auskunft gibt und eine Betrachtung der Historie erlaubt.

Business Case

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Teilnehmer diente die Frage nach dem Business Case hinter Configuration Management als Aufwärmung für die weiteren Diskussionen im Workshop. So berichtete ein Teilnehmer über Einsparungen bei Stromkosten von ca. 50% durch den Einsatz von Configuration Management. Ein weiterer Teilnehmer berichtete über Einsparungen bei den Backup-Kosten. Das erneute Deployment einer defekten Maschine aus dem Software-Repository und die Anwendung der Konfigurationen läuft zeitgünstiger ab, als das Einspielen eines Backups es zulässt. Wie die Erfahrungen der Teilnehmern zeigen, ermöglicht Configuration Management vereinfachtes Security Management, Automatisierung, Optimierung der Lizenzkosten durch die Sichtbarkeit des tatsächlichen Einsatzes von erworbenen Lizenzen, eine Erhöhung der Verfügbarkeit durch Reduktion der gesamten Downtime einzelner Systeme, Nachvollziehbarkeit administrativer Handlungen und damit Compliance und Effizienzsteigerung der gesamten IT-Infrastruktur.

ITIL und das Beispiel cfengine

Eine kurze Einführung in ITIL mit dem Schwerpunkt auf den gleichnamigen Prozess bei ITIL und eine kurze Einführung in cfengine rundeten die Einführung in das Thema ab. Fragen über Möglichkeiten und Einschränkungen von cfengine zeigten den Bedarf an einer umfangreichen Configuration Management Lösung. cfengine wurde am Oslo University College gestartet und beschreibt über eine eigene Sprache die Endzustände von Konfigurationen.

Themenblöcke und Gruppenarbeit

Nach einer kurzen Stärkung in einer Mittagspause ging es auch für die Teilnehmer des Workshops an die Arbeit, indem zunächst gemeinsam sechs Themenblöcke definiert und anschließend in Gruppen zu zweit bzw. zu dritt bearbeitet wurden. Der Schwerpunkt umfasste Configuration Management bis zur Applikation, prozessgestützt und in einer 3-Tier-Umgebung.

  • CMDB Schnittstelle zwischen Operating & Technik
  • Schnittstellen zu anderen Systems Management Tools
  • Inventory von Hardware, Software und Konfigurationen, Abhängigkeiten
  • Technische Teilbereiche von Configuration Management
  • Komplexität von Configuration Management beherrschen
  • Revisionssicherheit

Für jeden Themenblock wurden Funktionen, Prozesse und Workflows, Zustände und weitere Themenblöcke erarbeitet. Auf diese Weise entstand ein umfangreiches Repertoire an Stichworten und Begriffen, die als nächstes von den Teilnehmer des Workshops und dem Team im LiSoG>>Szenario Systems Management aufbereitet werden.

Fazit

Der Workshop übererfüllte die Erwartungen der Teilnehmer. Der Fokus in den Diskussionen lag auf den technologischen Anforderungen und nicht auf konkreten Produkten. Es musste festgestellt werden, dass die Themenstellung für einen Tag zu groß und die Komplexität von Configuration Management nicht auf den ersten Blick erfassbar ist. Der Erfahrungsaustausch war sehr gut und ist weiterhin erwünscht. Gefehlt hat den Teilnehmern die Vorstellung bestehender Lösungen und deren Einordnung. Konkrete Produkte waren bewußt nicht Thema des Workshops, da der Fokus auf der Technologie zu Configuration Management und den daraus resultierenden Anforderungen lag.


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