LiSoG kooperiert mit /ch/open/ und veröffentlicht Open Source Referenzlandkarte
Neues Projekt Linux-Benchmarksuite für Desktop-Systeme gestartet - Zürich, 26. Juni 2007: Durch die Kooperation mit der /ch/open/ erweitert die LiSoG ihr länderübergreifendes Netzwerk und verstärkt ihre Aktivitäten in der Schweiz. Mehrere Veröffentlichungen der Linux Solutions Group erschienen in den letzten Wochen. Die Open Source Referenzlandkarte gibt einen Überblick, welche Open Source Lösungen erfolgreich im professionellen Feld eingesetzt werden. „Desktop Management von Linux-Clients“ stellt eine Marktübersicht über Desktop Management-Lösungen dar, in der acht Lösungen näher betrachten werden. Eine „Whitelist“ als Formulierungshilfe bei Hardware-Ausschreibungen nach europäischem Recht fördert die Chancengleichheit einer Linux-Strategie. Mit dem Folgeprojekt „Linux-Benchmarksuite für Desktop-Systeme“ will die LiSoG eine herstellerneutrale Leistungsbeschreibung für Linux-Systeme im Desktopbereich ermöglichen.
Durch eine Kooperation mit /ch/open/, dem Verein zur Förderung der Verwendung von freien und offenen Systemen und Standards, konnte die LiSoG ihr länderübergreifendes Netzwerk ausweiten. Damit will die LiSoG ihre Aktivitäten in der Schweiz verstärken. Außerdem wird der Verein mit einem Projektstand auf der Open Source Messe OpenExpo auftreten und dort neben Vorträgen von Dr. Karl-Heinz Strassemeyer, Vorstandsvorsitzender, und Nico Gulden, Technischer Leiter, auch zu einem Open Source Cocktail einladen, der speziell für diesen Anlass entwickelt und dessen „Quellcode“ frei erhältlich sein wird. Dr. Karl-Heinz Strassemeyer, Nico Gulden und Henriette Baumann werden am Projektstand der OpenExpo für Fragen und Informationsaustausch zur Verfügung stehen.
Die Open Source Referenzlandkarte, ein Teilergebnis der LiSoG>>Task Force Marketing & Lobbying, bietet einen Überblick darüber, welche Open Source Lösungen es bereits erfolgreich in unternehmensrelevanten Anwendungsbereichen gibt, bei welchen Anwenderunternehmen sie bereits im Einsatz sind und welche Anbieterunternehmen Support leisten. Die Open Source Referenzlandkarte ist damit die erste Quelle, die ausschließlich Lösungen aufzeigt, die bereits produktiv im Einsatz sind. Zudem kann zu den Anwenderunternehmen direkter Kontakt geknüpft werden. Ziel der Task Force Marketing & Lobbying ist es, Marketingstrategien für Linux und Open Source Software zu entwickeln und so Bedenken bei IT-Entscheidern und Führungspersonen zu überwinden und Einstiegsängste bei Anwendern abzubauen.
In der Marktübersicht „Desktop Management von Linux Clients“ werden anhand eines Anforderungskatalogs acht Desktop Management-Lösungen in einen Review betrachtet. Die im Rahmen des LiSoG-Szenarios Desktop Management entstandene Veröffentlichung befasst sich mit den Anforderungen an die Verwaltung von Linux-Desktops „Der Szenario-Bericht soll Anwendern, die an einem Linux-Einsatz interessiert sind, einen Überblick über die zahlreichen und unterschiedlichen Lösungen sowie eine Hilfestellung bei der Auswahl der geeigneten Lösung bieten,“ so Thomas Winkelbauer vom LiSoG-Mitglied Open Source-Kompetenzzentrum des Freistaats Bayern. Die Übersicht steht auf der LiSoG-Webseite zum kostenlosen Download zur Verfügung.
Als Formulierungshilfe zur Berücksichtigung einer Open Source-Strategie bei öffentlichen Ausschreibungen hat die LiSoG eine „Whitelist“ veröffentlicht. Hintergrund ist die nach europäischem Recht geforderte Diskriminierungsfreiheit bei öffentlichen Ausschreibungen. Fehlende herstellerneutrale Benchmarks und Prüfverfahren für Linux und Open Source Software führen zu ungleichen Chancen für Open Source-Lösungen. Aus diesem Grunde wurde das LiSoG-Projekt „Open Competitive Bidding“ initiiert, in dessen Rahmen verschiedene Kommunen und IT-Anbieter die Whitelist erarbeitet haben. Rüdiger Czieschla, IT-Leiter der Stadt Freiburg, einem Mitglied der LiSoG: „Durch die Whitelist konnten wir bereits Linux bei unseren Hardware-Ausschreibungen berücksichtigen.“ Auch in eine Hardwareausschreibungen der Stadt Mannheim flossen die Ergebnisse der Whitelist bereits ein. Die Whitelist steht zum kostenlosen Download auf der LiSoG-Webseite zur Verfügung.
Im Rahmen der Beschäftigung mit den Anforderungen von öffentlichen Ausschreibungen wurde das Fehlen von Benchmarks als herstellerneutrale Leistungsbeschreibung für Linux im Desktop-Bereich festgestellt. Mit dieser Problematik beschäftigt sich ein neues LiSoG-Projekt, dessen Ziel der Aufbau eines Konsortiums zur Finanzierung, Erstellung und Pflege einer Benchmark-Suite für Linux im Desktop-Bereich ist, die eine Diskriminierungsfreiheit bei Ausschreibungen von Linux und Open Source Software gewährleistet.
Über die LiSoG
Die LiSoG - Linux Solutions Group e.V. - wurde im März 2005 gegründet. Sie verfolgt eine klare Geschäftsorientierung und agiert länderübergreifend mit Kontaktbüros in Stuttgart, Zürich und Wien im deutschsprachigen Raum. IT-Anbieter, -Anwender, sowie wissenschaftliche Partner haben sich in der LiSoG zusammengeschlossen, um verstärkt Linux und Open Source Software in Unternehmen zu etablieren und das Vertrauen in Open Source-Lösungen zu erhöhen. Im Zentrum der LiSoG steht „Collaborative Innovation“: Die LiSoG initiiert Projekte zu aktuellen marktrelevanten Open Source-Themen, in denen Mitglieder und Interessierte gemeinsam Lösungen erarbeiten, und treibt sie katalytisch voran. Außerdem bietet die LiSoG eine Networking-Plattform für Projekte, Partner und Interessierte.
Unter den Mitgliedern der LiSoG finden sich IT-Anbieter wie IBM, Fujitsu Siemens Computers, Novell, Red Hat, Collax, Topalis, Abraxas, Agami (AT) und Integratio (CH). Als Anwender-Mitglieder sind Einrichtungen des Public Sector wie beispielsweise die Städte Schwäbisch Hall, Nürnberg und Freiburg sowie die Schweizer Bundesverwaltung vertreten. Sogar Banken und Versicherungen wie die Baader Wertpapierhandelsbank und die Stuttgarter Lebensversicherung sind Mitglied der Linux Solutions Group. Zu den wissenschaftlichen Partnern der LiSoG gehören Hochschulen u.a. in Fribourg (CH), Heilbronn, Karlsruhe, und Linz (AT).